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Brasiliens Spirituosenindustrie konzentriert sich fast ausschließlich auf Cachaça, das Nationalgetränk des Landes und die weltweit drittmeistverkaufte destillierte Spirituose. Cachaça wird ausschließlich aus frischem Zuckerrohrtraubensaft hergestellt, nicht aus Melasse, und besitzt einen geschützten Herkunftsbezeichnungsstatus in Brasilien. Die Spirituose wird in nahezu jedem brasilianischen Bundesstaat hergestellt, mit den größten Konzentrationen in Minas Gerais, São Paulo, Pernambuco und Ceará, wo Hunderte von Brennereien von kleinen handwerklichen Betrieben bis zu großen Industrieanlagen reichen.

Brasiliens tropisches und subtropisches Klima bietet ideale Bedingungen für ganzjährige Zuckerrohranbau, wobei die Pflanze in den vielfältigen Terroirs des Landes vom Küstenflachland bis zu Inlandshochland gedeiht. Das Zuckerrohr wird normalerweise während der Trockenzeit von Mai bis November geerntet, wenn der Zuckergehalt seinen Höhepunkt erreicht. Traditionelle Produktionsmethoden beinhalten das Zerkleinern von frischem Zuckerrohr innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte, die Gärung des Saftes mit wilden oder gezüchteten Hefen und die Destillation in Kupferpotbrennblasen oder Kolonnenbrennblasen je nach gewünschtem Stil.

Der charakteristische Charakter von Cachaça kommt von seiner Basis aus frischem Zuckerrohrtraubensaft und nicht aus der Melasse, die bei der meisten Rumherstellung verwendet wird. Die Spirituose teilt sich in zwei Hauptkategorien: Industrie-Cachaça, hergestellt in kontinuierlichen Brennblasen und typischerweise ungereift, und handwerkliche Cachaça, häufig in einheimischen brasilianischen Holzarten wie Amburana, Jequitibá oder Bálsamo gereift, die einzigartige Aromen verleihen, die anderswo unmöglich zu erreichen sind. Diese Holzreifungstradition, kombiniert mit Brasiliens natürlichen Hefestämmen und Terroir, erzeugt Geschmacksprofile, die von grasig und blumig in jungen Varianten bis zu komplex und würzig in gereiften Versionen reichen.